Tierpfleger - ein Berufsleben unter Tieren

Was ist eigentlich dein Traumberuf? Hast du vielleicht schon einmal daran gedacht, Tierpfleger zu werden? Doch was muss man als Tierpfleger eigentlich alles machen?

Meist sehen wir sie nur, wenn sie mit kleinen Eisbären kuscheln oder jungen Affenbabys die Flasche geben. Doch zur Tierpflegerausbildung gehört noch eine Menge mehr.

 

Tierpfleger kuschelt mit dem kleinen Eisbären Knut
Foto: Zoo Berlin

Was kommt als Tierpfleger auf dich zu?

Natürlich solltest du Tiere sehr gern haben. Wichtig ist es aber auch, dass du keine Allergien hast, z.B. gegen Pollen, Gräser oder gar Tierhaare. Damit wirst du als Tierpfleger nämlich sehr viel in Kontakt kommen.

Auch gegen Schmutz und Dreck solltest du keine große Abneigung haben, denn ein Tierpfleger muss auch Ställe ausmisten und Käfige reinigen. Manchmal kann die Arbeit körperlich sehr anstrengend sein.

 

Sibirischer Tiger
Foto: Tierpark Berlin

Welchen Schulabschluss benötige ich für die Ausbildung? Wie lange dauert sie?

Die Ausbildung zum Tierpfleger dauert drei Jahre. Es gibt drei verschiedene Fachrichtungen: „Tierheim und Tierpension“, „Forschung und Klinik“ und „Zoo“.

Arbeitsplätze der Tierpfleger sind Tierheime und Tierpensionen, Tierkliniken, Zoos oder Tiergehege. Nach dem Berufsbildungs-Gesetz ist für die Ausbildung zum Tierpfleger kein besonderer Schulabschluss vorgeschrieben.

Kenntnisse in Biologie sind natürlich sehr hilfreich: Gerade ein Tierpfleger im Zoo muss die Tiere, für die er verantwortlich ist, genau kennen. Häufig kann er schon an ihrem Verhalten erkennen, ob sie krank oder gesund sind.

Felsenpinguin
Foto: Zoo Berlin

Natürlich darfst du als Tierpfleger keine Angst vor Tieren haben. Da kann es schon vorkommen, dass ein kräftiger Rotweiler für eine Injektion ruhig gehalten werden muss – und auch Schlangen müssen manchmal zum Tierarzt.

 

Tierpfleger mit einer Schlange um den Hals
Foto: Aquarium Berlin

Zoo, Tierheim oder Forschung und Klinik: Was sind die Unterschiede?

Zoo

Als Tierpfleger im Zoo musst du dir auch Gedanken machen, wie du die Gehege für die Tiere gestaltest. Gerade Affen z.B. brauchen viel Abwechslung und wollen beschäftigt werden.

 

Gorilla & Zwergschimpanse                   
Fotos: Zoo Berlin

Tierheim

Arbeitest du hingegen in Tierheimen oder -pensionen, so betreust du dort vor allem Haustiere. Diese müssen gefüttert und eventuell ärztlich untersucht werden – aber auch um Arbeiten im Büro wirst du nicht ganz herum kommen.

Forschung und Klinik

Wenn du dich als Tierpfleger für Forschung und Klinik ausbilden lässt, wird dein Arbeitsplatz entweder ein Forschungslabor, eine Tierklinik oder Universität sein. Deine Aufgabe kann es dann sein, Versuchstiere zu züchten und bei operativen Eingriffen mitzuhelfen. Auch vor Experimenten an Tieren darfst du dort nicht zurückschrecken.

Muss ich in der Ausbildung die Schulbank drücken?

Ja, die Ausbildung zum Tierpfleger beinhaltet sowohl theoretische als auch praktische Anteile. Die meiste Zeit wirst du jedoch im Zoo, Tierheim oder Labor direkt verbringen.

Vari
Foto:Tierpark Berlin

Zu den theoretischen Kenntnissen, die vermittelt werden, gehört unter anderem: Rechnen, Englisch und natürlich Biologie. Als Tierpfleger musst du dich auch mit Krankheiten und dem Körperbau der Tiere auskennen.

Der Tierpfleger mit dem kleinen Eisbären Knut
Foto: Zoo Berlin

Knut als erwachsener Eisbär
Foto: Zoo Berlin

Wie sind meine Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen?

Jedes Jahr bewerben sich viele Tausend Menschen für einen Ausbildungsplatz als Tierpfleger. Der Beruf ist sehr begehrt, doch Plätze gibt es nur wenige.

Tierpfleger im Aquarium
Foto: Aquarium Berlin

Vielleicht hilft es dir, schon bevor du eine Ausbildung anfängst, ein Praktikum in einem Zoo zu machen. So kannst du sehen, ob dir der Beruf auch wirklich Spaß macht und ob du dafür überhaupt geeignet bist.

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